Eine Vision für Getreidebauern - Teil 3

Jährlich 2 bis 6 Millionen € geparkt

Dieser Teil widmet sich dem schmerzhaften und gleichsam wunderbar heilvollem Thema Kostendruck: 16.000 NÖ-Getreidebauern parken jährlich 2 bis 6 Millionen € verfügbares Kapital, nur bei Traktoren. Anstatt es für Wertschöpfung mittels Unternehmensbeteiligung für sich arbeiten zu lassen, rüchelt ihr Landwirte vor euch hin, pachtet euch Preis-treibend gegenseitig aus, und erzählt wie unmöglich es sei Landwirte unter einen Hut zu bringen. „Hart aber fair“ – oder sachlich: Wie dieses Potential durch Skalierung aktivieren?

Zur Erinnerung, Teil 1 war eine Bestandsaufnahme: hohe Kosten und niedrige Umsätze. Teil 2, arbeitete sich an der schwachen Verhandlungsposition der Landwirte gegenüber der Indsutrie ab. Heute geht es um Wertschöpfung: Wertschöpfung mittels wesentlicher Unternehmensbeteiligung (10%+ bzw. 25%) – schön und gut aber wo im Agrarsektor ist so viel Kapital geparkt?

Die Antwort findet sich in den fixen Kosten, sowie der Flächenstruktur und daran gekoppelte Arbeitsabläufe.

Dabei ist von individuellen betrieblichen Situationen auszugehen, jeweils im Voll- / Nebenerwerb und konventioneller / ökologischer Produktionsweise:

  • klassische Übermechanisierung: Schlagkraft, Landwirtschaft als Hobby

  • Übermechanisierung mit Argumentation doppelter/dreifacher Nutzungsdauer mit zwingend bedingtem Verzicht auf zukünftige Handlungsmöglichkeiten,

  • Übermechanisierung aufgrund Fokus in Weinbau, Tierhaltung, etc.

  • Maschinengemeinschaften aller Ausprägungen,

  • abgeschriebener Fuhrpark mit Übergang zu externen Dienstleistern

    • mit Fortbestandsprämisse – nahender Investitionszwang

    • ohne Fortbestandsprämisse – Landwirtschaft läuft aus

  • externe Dienstleister mit überhöhten Gewinn-Margen

  • bäuerliche Nachbarschaftshilfe mit ÖKL-Richtsätzen

Jährlich kaufen Landwirte in Österreich 4.400+ neue Traktoren zum Preis von durchschnittlich 100.000€ netto. Das passt mit dem bereinigten Jahresumsatz von 440 Millionen € der Traktorenanbieter österreichweit zusammen. Davon entfallen 220 Traktoren jährlich auf euch 16.000 Getreidebauern in Niederösterreich, d.h. 220 Getreidebauern (1,5% von 16.000), mit oder ohne Gemeinschaftsstruktur, kaufen jeweils einen neuen Traktor – ein Volumen von 22 Millionen €.

Je nach individueller Situation ist unterschiedlich viel Kapital geparkt. In jeder Situation kann aber durch Skalierung der Flächen dieses Kapital gehoben werden – jedenfalls 10%, und bis zu 30% der Fixkosten können gespart werden. Auf das jährliche Traktorvolumen iHv 22 Millionen € umgelegt sind das 2 bis 6 Millionen € zum Ansparen von Kapital, nur bei Traktoren!

Das Kapital für Wertschöpfung mittels Unternehmensbeteiligung ist somit vorhanden. Es wartet nur darauf gescheit eingesetzt zu werden. Kapital selbst ist aber keine künstliche Intelligenz und tut das nicht von allein. Als Bauer ist es Dein Job das Richtige zu tun – sowohl draußen am Feld als auch beim Traktor- und Maschinenkauf. Mit Argumenten, „um zwei Bauern unter einen Hut zu bringen muss einer erschlagen werden“, oder „im Nebenerwerb brauche ich Schlagkraft“, verbaut sich die Bauernschaft selbst die Chance auf Wertschöpfung und die anderen Marktteilnehmer können euch Landwirte wunderbar, wie goldene Kühe, weiter melken, und bis zum letzten Cent ausquetschen. Bravo!

Zusammengefasst, sowohl das Kapital in Millionenhöhe als auch die Chance auf bessere Wertschöpfung sind vorhanden. Aber solange Du als einzelner Landwirt und Ihr als Bauernschaft euch weiter melken lässt und eure Chance verargumentiert, liegt diese Chance brach.

Wie 16.000 Landwirte 2 bis 6 Millionen € jährlich durch Flächen skalieren ansparen können, wie Nano-Farm diesen Weg unterstützt, und wie schlussendlich eine Vision für Getreidebauern lauten kann, erfährst Du im nächsten und abschließenden Impulsbeitrag.

Weblink: www.nano-farm.at

Quellenangaben

1. Jährliche Traktorverkaufszahlen: Club Landtechnik, Statistik Austria

2. Durchschnittliche Traktorpreise und Jahresumsatz: Jahresabschlüsse CNH Industrial Österreich GmbH (Steyr, New Holland, Case IH), Lagerhaus Technik-Center GmbH (John Deere), Class Regional Center Europe GmbH, Mauch GmbH (AGCO mit Fendt, Massey Ferguson, Valtra), Traktorenwerk Lindner GmbH

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